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Ben Becker – ICH, JUDAS

29. Oktober - 20. November 2026

Einer unter euch wird mich verraten!

Über 250.000 Zuschauer. Unzählige Abende in ausverkauften Kirchen. „Ich, Judas“ hat sich seit seiner Premiere im November 2015 zu einem der erfolgreichsten und eindringlichsten Bühnenformate im deutschsprachigen Raum entwickelt.

Was als einmalige Aufführung begann, ist längst zu einer festen Größe geworden: eine kraftvolle Auseinandersetzung mit Schuld, Verrat und Vergebung, die ihr Publikum unmittelbar trifft. Ben Becker verleiht der Figur des Judas Iskariot eine Stimme, die anklagt, zweifelt und verteidigt – und dabei einen Dialog eröffnet, der weit über den Theaterraum hinausreicht.

In ausgewählten Kirchen Deutschlands ist die Inszenierung weiterhin zu erleben. Die sakralen Räume sind dabei mehr als Kulisse: Sie verstärken die Intensität eines Abends, der grundlegende Fragen von Glauben, Verantwortung und Urteil neu verhandelt. Mit seiner unverwechselbaren Präsenz und stimmlichen Wucht schafft Ben Becker einen Spannungsraum zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Überlieferung und Neubewertung.

„Ich, Judas“ ist kein klassisches Theater. Es ist ein Ereignis, das nachwirkt.

Programminfo: Judas, sein Name steht für Verrat. Seine Geschichte ist eine der Schuld ohne Vergebung. Er ist der einzige Feind, für den es keine Liebe gibt, der Meistgehasste, Meistverfolgte und Verteufelte: Judas, der Jünger Jesu, der Gottes Sohn mit seinem Kuss verrät und ans Kreuz liefert. Ben Becker übernimmt seine Rolle. Der Fall Judas muss neu aufgerollt werden. Eine Geschichte wurde überliefert, ein Urteil gefällt, ein Sündenbock gebrandmarkt für die Ewigkeit. Doch die Geschichte stimmt so nicht, das Urteil ist falsch. „Was war denn zu verraten“, fragt Judas in seiner Verteidigungsrede, „ Jesus‘ Aufenthaltsort? Den kannten Tausende. Sein Großes Geheimnis, dass er Gottes Sohn sei? Das hat er selbst gesagt, vor allen Leuten!“ Und das ist nur der Anfang von vielen Unstimmigkeiten einer Geschichte, die mehr geglaubt als befragt wurde.

Das Bild von Judas, dem Verräter, ist ein Vorurteil mit den fatalsten Folgen: Antisemitismus, Judenverfolgung, Glaubenskriege. Ben Becker erhebt seine Stimme für einen, der auserwählt war, den Anti-Christen zu spielen, um Jesus zum Messias zu machen. „Judas ist nichts ohne Jesus … Aber Jesus ist auch nichts ohne Judas“, so die radikale Erkenntnis von Walter Jens, der in seinem Judas-Monolog die moralischen Gewissheiten jahrtausenderlanger Frömmigkeit erschüttert. Eine gigantische Aufgabe für einen Schauspieler: Hier steht einer auf gegen alle in einem verzweifelten Kampf um späte Gerechtigkeit. „Ich, Judas“ ist das existentielle Plädoyer für einen Verdammten, die Korrektur des größten Fehlurteils der Glaubensgeschichte und der Widerruf eines Irrtums, der die Welt gespalten hat.

Ben Becker sucht mit seiner Interpretation des Judas nicht nur den Widerstand gegenüber Feindbildern, Vorverurteilungen und falschen Gewissheiten. Er spielt Judas genau dort, wo die Fragen des Glaubens und Zweifels, der Erlösung und Verdammnis ihren Ort haben, in Gottes Haus. Die Musik und sakrale Wucht der Orgel, gespielt von Domorganist Andreas Sieling, lassen Ben Beckers Judas-Verteidigung vollends zum Ereignis werden.

Text: Amos Oz: Judas, Kapitel 47 (Suhrkamp Verlag) und Walter Jens: Die Verteidigungsrede des JudasIschariot (Radius-Verlag)

Regie und Inszenierung: Ben Becker

Musik: Domorganist Andreas Sieling

Dramaturgie: John von Düffel

Künstlerische Leitung: Marike Moiteaux

Eine Koproduktion von Ben Becker & MSK Meistersinger

Termine

Datum
Ort
29. Okt.

2026

Do.

19:30

Uelzen

Theater an der Ilmenau

19. Nov.

2026

Do.

19:30

Wiesbaden

Ringkirche

20. Nov.

2026

Fr.

19:30

Speyer

Gedächtniskirche

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